Vor 85 Jahren: Deportierte jüdische Deutsche und der Holocaust in Lettland – Eine Bildungsreise zu ehemaligen jüdischen Lebensorten, Tatorten während der deutschen Besatzung und heutigen Erinnerungsstätten
Im Herbst 1941 begannen die systematischen Deportationen der Jüdinnen und Juden aus dem Großdeutschen Reich. Am 13. Dezember 1941 wurde ein großer Teil der in der Region Osnabrück verbliebenen jüdischen Gemeinde in einem Zug mit weiteren jüdischen Menschen aus den Nachbarstädten Münster und Bielefeld nach Riga deportiert. Von ihnen überlebten aus Osnabrück einzig sechs Personen. Nur wenige lettische Jüdinnen und Juden entgingen dem Holocaust während der deutschen Besatzung. Diese im heutigen Deutschland selten erinnerte Geschichte lernen die Teilnehmenden durch Vorträge und geführte Rundgänge an den Orten, an denen sich die Geschichte zugetragen hat, vertieft kennen. Die Reise beginnt in Vilnius mit einem Rundgang zum dortigen ehemals jüdischen Leben. Anschließend werden in Lettland das frühere Stetl Viski und die Stadt Daugavpils mit zerstörten und erhaltenen Synagogen, sowie den Denkmalen für die bei Erschießungen ermordeten jüdischen Menschen besucht. Im Mittelpunkt der Reise steht die lettische Hauptstadt Riga, wo neben den historischen Orten des Holocausts auch Museen zur jüdischen Geschichte in Lettland und zu den lettischen Menschen, die verfolgten Jüdinnen und Juden halfen, besichtigt werden.
Dieser Bildungsurlaub startet in Vilnius und endet in Riga. Auf dem Weg dorthin werden, wie oben beschrieben verschiedene Stationen abgefahren und besucht.
Die An- und Abreise zum Veranstaltungsort und -beginn organisieren die Teilnehmenden eigenständig. Dies gibt für die Teilnehmenden die Möglichkeit die Reise früher zu beginnen oder zu verlängern. Im Preis enthalten sind alle Kosten, die die Reise von Montag bis Freitag beinhalten. Sprich: Übernachtung, Frühstück, Reisekosten oder Eintritte. Mittagessen oder Abendessen ist nur teilweise im Preis enthalten. Dies wird jedoch mit dem versenden des Programmes bekannt gegeben.
Start des Bildungsurlaubes ist am Montag in Vilnius. Das Ende ist Freitag in Riga.
Referenten:
Baruch Chauskin: Gründer des Vereins Drei Stufen, Angehöriger der zweite Generation lettischer Holocaustüberlebender und seit vielen Jahren Jüdischer Kantor Gemeinde Osnabrück
Dr. Michael Gander: Historiker und Geschäftsführer der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht in Osnabrück und Hasbergen
Durchführender Reiseveranstalter ist laut Reiserecht:
Ferien-, Freizeit- und ReiseService GmbH
Wilhelmstraße 140 · 10963 Berlin
info@ffr-reiseservice.de
Die pädagogische Verantwortung für die Maßnahme liegt bei Arbeit und Leben Niedersachen gGmbH. Es gelten die AGB von Arbeit und Leben Niedersachsen gGmbH. Diese sind abrufbar unter: www.aul-nds.de/service/agb
- Startdatum
- Montag, 14. Dezember 2026 um 09:00:00
- Enddatum
- Freitag, 18. Dezember 2026 um 13:00:00
- Referenten:
- Baruch Chauskin · Dr. Michael Gander
- Mindestteilnehmerzahl
- 18 Personen
- Anmeldeschluss
- 08. November 2026
- Veranstaltungsort
Rixwell Old Riga Palace Hotel
Minsterejas iela 8-10
Centra rajons
Rīga, 1050
Latvia- Geschäftsstelle
- Osnabrück
- Unterrichtsstunden
- 40
- Seminarnummer
- 260812029
Doppelzimmer
Einzelzimmer
in Kooperation mit