Die zentrale Zielsetzung von PACE ist es, sozial benachteiligte und individuelle beeinträchtigte junge Menschen im Alter von 15-25 Jahren auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen und möglichst langfristige berufliche Perspektiven für sie zu entwickeln.

Konkret helfen wir bei

  • der beruflichen Orientierung
  • bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
  • beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen
  • bei der Kontaktaufnahme zu Betrieben
  • bei der Klärung finanzieller Fragen
  • beim Umgang mit Behörden
  • bei der Bewältigung persönlicher Problemlagen, die die Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme erschweren.

Unser Beratungsangebot ist kostenlos und vertraulich und kann unabhängig von Leistungsansprüchen bei Behörden (Arbeitsagentur, Jobcenter, Jugendamt) in Anspruch genommen werden.

Zur Erleichterung des Kennenlernens ist es meist hilfreich, wenn folgende Unterlagen zu dem Gespräch mitgebracht werden:

  • Zeugnisse (erreichter Schulabschluss oder Abgangszeugnis der allgemeinbildenden Schule und/ oder der Berufsbildenden Schule, bei Schülerinnen und Schülern: letztes Schulzeugnis),
  • ein schriftlicher Lebenslauf (falls vorhanden),
  • Arbeitszeugnisse (falls vorhanden),
  • ggf. andere Unterlagen, die Gegenstand der Beratung sein sollen.

Am Ende des Erstgesprächs wird gemeinsam entschieden, ob weitere Gespräche und/oder andere konkrete Hilfestellungen erfolgen sollen. Werden weitere Hilfen gewünscht und für sinnvoll gehalten, wird eine Vereinbarung über eine längerfristige Zusammenarbeit zur Bewältigung der Problemlage getroffen. Je nach Problemlage kann eine Begleitung bis zu einem Jahr oder in besonderen Fällen auch darüber hinaus erfolgen.

HINWEIS: Wir bitten um telefonische oder persönliche Kontaktaufnahme zur Vereinbarung eines Beratungstermins, in dem wir uns viel Zeit für die Besprechung der jeweiligen Problemlage nehmen werden.

Kontakt

PACE Hannover

Herschelstr. 32
30159 Hannover

Öffnungszeiten:
Montag: 09.00–16.00 Uhr
Dienstag: 09.00–16.00 Uhr
Mittwoch: 09.00–16.00 Uhr
Donnerstag: 09.00–16.00 Uhr
Freitag: 09.00–13.00 Uhr

PACE Neustadt

Jugendberufsagentur (JBA) Neustadt
Wunstorfer Str. 4
31535 Neustadt a. Rbge.

Öffnungszeiten:
Montag: 09.00–16.00 Uhr
Dienstag: 09.00–16.00 Uhr
Mittwoch: 09.00–16.00 Uhr
Donnerstag: 09.00–16.00 Uhr
Freitag: 09.00–13.00 Uhr

PACE Garbsen

Jugendberufsagentur
Rathausplatz 8
30823 Garbsen

Öffnungszeiten:
Montag: 09.00–16.00 Uhr
Dienstag: 09.00–16.00 Uhr
Mittwoch: 09.00–16.00 Uhr
Donnerstag: 09.00–16.00 Uhr
Freitag: 09.00–13.00 Uhr · nach Vereinbarung

PACE Seelze

Jobcenter Seelze · Raum 204
Schillerstraße 13
30926 Seelze

Öffnungszeiten:
Dienstag: 09.00–16.00 Uhr

PACE Letter

Jugendzentrum Letter
Klöcknerstraße 15
30926 Seelze – OT Letter

Öffnungszeiten:
Montag: 09.00–16.00 Uhr

PACE Wunstorf

Bauamt Wunstorf
Stiftsstraße 8
31515 Wunstorf

Öffnungszeiten:
Dienstag: 09.00–16.00 Uhr
Donnerstag: 09.00–16.00 Uhr

Mehr über das Projekt

Historie

Arbeit und Leben Niedersachsen ist eine Einrichtung der Erwachsenen- und Jugendbildung, deren Schwerpunkt die berufliche und allgemeine Bildung von Arbeitnehmer:innen ist. Seit 1989 engagiert sie sich darüber hinaus auch für die Beratung und sozialpädagogische Unterstützung benachteiligter junger Menschen bei der beruflichen (Erst-) Eingliederung. Bis zum Jahr 2004 war dieser Bereich bei ihrem Tochterverein DGB-Bildungswerk Niedersachsen e.V. angesiedelt, der im Jahr 2005 in die neue gegründete Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Mitte gGmbH überführt wurde.

Im Rahmen der Trägerschaft der „Regionalen Arbeitsstelle zur beruflichen Eingliederung junger Menschen in Niedersachsen“ (RAN) in Hannover und Hannover-Land (Garbsen/Seelze) waren wir seit Beginn der Modellphase (1989 – 1993) intensiv an der Konzeptentwicklung und -ausgestaltung für eine konsequent fallbezogene Einzelberatung und -begleitung junger Menschen mit sozialen Benachteiligungen im Sinne der Jugendhilfe beteiligt, d.h. unabhängig von der Teilnahme der Jugendlichen an berufsbezogenen „Maßnahmen“. Der Beratungsansatz wurde in enger Kooperation mit der damaligen Landesregierung, den Kommunen, den Arbeitgeberverbänden, Kammern und Innungen und den Berufsbildenden Schulen entwickelt und war durchgehend sehr erfolgreich!

Seit dieser Zeit wurden mehrere tausend Jugendliche und junge Erwachsene beraten und durch unterschiedlichste Hilfsmaßnahmen unterstützt. Viele von ihnen (ca. 60 %) konnten wir erfolgreich in Ausbildung und Arbeit integrieren oder in Kurse zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen und anderen Qualifizierungsmaßnahmen vermitteln. Aufgrund dieser erfolgreichen pädagogischen Arbeit wurden wir im Jahr 1999 vom Land Niedersachsen als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt.

Mit dem Auslaufen der EU-Förderperiode im Dezember 2006 wurden die bisherigen RAN-Stellen in die bereits seit 2005 existierenden Pro Aktiv Centren der Kommunen integriert. Die Trägerschaft des „PACE Region Hannover“ liegt beim Fachbereich Jugend der Region Hannover, die die Umsetzung des Programms in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover koordiniert und gestaltet. Als Auftragnehmer der Region Hannover sind wir an den Standorten Neustadt, Garbsen, Wunstorf und Seelze aktiv, im Auftrag der Stadt Hannover führen wir unseren früheren RAN-Standort als PACE-Standort mit einem weitgehend unveränderten Beratungsangebot weiter.

Das Programm wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen, der Europäischen Union, der Region Hannover und vom Jobcenter Region Hannover finanziert.

Zugang

Die meisten Ratsuchenden kommen von selbst zu uns, oft durch Empfehlungen von Freunden oder Fachkräften wie der Jugendgerichtshilfe. Wir machen auch aufsuchende Arbeit an Schulen und Jugendzentren, besonders an Berufsschulen in Hannover und Neustadt, Jugendzentren in Berenbostel, Seelze und Letter sowie der Jugendarrestanstalt in Neustadt. Wir haben regelmäßige Sprechzeiten vor Ort und führen in den Berufsschulen Informationsveranstaltungen mit Klassen durch. Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen machen uns auch selbst auf problematische Jugendliche aufmerksam. Wir arbeiten eng mit örtlichen (Jugend-)Jobcentern und der Arbeitsagentur zusammen und begleiten junge Leute zu Terminen und unterstützen sie bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit. Wir helfen auch bei Problemen wie familiären Schwierigkeiten, Schulden, gesundheitlichen Problemen, Sucht und Straffälligkeit.  Mit beiden Institutionen haben wir schriftliche Kooperationsvereinbarungen.

Darüber hinaus kooperieren wir mit den örtlichen Jugendhhilfestationen sowie mit zahlreichen weiteren Einrichtungen, die für die soziale und berufliche Stabilisierung und/oder Qualifizierung benachteiligter junger Menschen von Bedeutung sind wie z.B. Schulsozialarbeiter/-innen, Bewährungshelfer/-innen, Jugendzentren, Volkshochschulen, freie Träger von Maßnahmen der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe u.v.m. Zum Beispiel werden uns junge Menschen aus diesen Einrichtungen zugewiesen, wenn sie weiterhin Hilfe benötigen, z.B. nach dem Ausscheiden aus dem Jugendhilfebezug oder aus einer berufsvorbereitenden Maßnahme.  

Ein ganz wesentliches Element unseres über viele Jahre erlebten Erfolges beim Erreichen besonders problembelasteter junger Menschen ist in fast jedem Fall unser niedrigschwelliger, ganzheitlicher und vertraulicher Beratungsansatz, der der Entstehung von Schwellenängsten entgegen wirkt und durch den die jungen Menschen sich individuell als Person angenommen und ernst genommen fühlen.

PACE mobil

Eine weitere Maßnahme findet seit März 2014 in Kooperation mit dem JobCenter statt. Mit dem PACE Mobil besuchen wir junge Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, denen es nicht gelingt selbstständig den Weg zu uns an die Beratungsstandorte zu finden. Die Kolleg:innen des PACE mobil besuchen die Teilnehmer:innen und unterstützen sie dabei, für sich selbst wieder Perspektiven zur Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt zu entwickeln. Dieser aufsuchende Ansatz der PACE-Arbeit soll einen weiteren Zugang zu denjenigen jungen Menschen eröffnen, die durch niemanden mehr erreicht werden und selbst den Weg aus der Isolation nicht schaffen.